Veranstaltung

 

Tag der Religionen in Dortmund am 8. Dezember 2022 von 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr

 

Zukunft des Dialogs der Religionen

 

Der Dialogkreis der Abrahamsreligionen ist ein Zusammenschluss des Evangelischen Kirchenkreises, der Katholischen Stadtkirche, des Rates der Muslimischen Gemeinden und der Jüdischen Kultusgemeinde in Dortmund. In ihm arbeiten die offiziellen Dialogvertreter der vier Religionsgemeinschaften seit 2006 auf Stadtebene zusammen.

 

 

Toleranz und Respekt vor der Überzeugung der anderen und seiner Religionsausübung bilden die Grundlage der Zusammenarbeit. Die Vertreter:innen der Religions-gemeinschaften sehen sich auch für das Miteinander in der Stadtgesellschaft mitverant-wortlich. Religiöse Menschen können ein Zeichen setzen für Frieden und Toleranz. In der DORTMUNDER SELBSTVERPFLICHTUNG beschreiben wir diesen Auftrag .

 

 

Ein wichtiges Projekt ist die mit der Stadt Dortmund getragene Toleranzkampagne "Wir alle sind Dortmund" und die Mitarbeit bei dem Stadt- und Toleranzfest DortBUNT.

 

Ort: Jüd. Kultusgemeinde Groß-Dortmund KdöR, Prinz-Friedr.-Karl-Str. 9, 44135 DO
Anmeldung: Per Mail an: rgv@ekkdo.de; telefonisch: 0231-22962-373

 

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Tag der Rel-Do08-12-2022-Flyer.pdf
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Interreligiöses Friedensgebet

"Stoppt den Krieg in der Ukraine"

 

am 25. März 2022 vor der Reinoldikirche

 

Christ*innen, Jüd*innen und Muslim*innen und alle Menschen guten Willens waren eingeladen, gemeinsam für den Frieden zu beten. Denn der Dialog der Religionen ist ein Beitrag zum Frieden in der Welt. Zusammen steht der Dialogkreis der Abrahams-religionen ein für Frieden und Demokratie und die Solidarität mit der Ukraine.

 

Beteiligt waren:

 

Stadt Dortmund: 

Herr Oberbürgermeister Thomas Westphal

 

Evangelische Kirche:
Stellv. Superintendentin Frau Grüning
Herr Pfarrer Stiller

 

Katholische Kirche:
Herr stellv. Stadtdechant Pastor Tausch

 

Jüdische Kultusgemeinde:
Herr Rabbiner Avrasin

Herr Krimhand

 

Muslime:
Herr Imam Aweimer
Herr Alimoski

 

 

Die Dokumentation zur Veranstaltung finden Sie hier

 

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Friedensgebet in der Moschee

 

Vertreter:innen von Stadt und Kirchen besuchen Freitagsgebet auf Einladung des Rates der Muslime

 

Der Rat der muslimischen Gemeinden (RMGD) lud Stadt und die anderen Abrahamsreligionen zum Friedensgebet nach der Freitagspredigt in die Sultan-Ahmet-Moschee ein. Der Einladung folgten Bürgermeisterin Barbara Brunsing und der evangelische Pfarrer Friedrich Stiller, Sprecher des Dialogkreises der Abrahamsreligionen. Den RMGD vertraten der Vorsitzende Ahmad Aweimer (Abu Bakr Moschee), Emre Gülec (DITIB Huckarde) und Amir Aletic (Bosnische Moschee). Die jüdische Kultusgemeinde war verhindert, ließ aber grüßen. Die Sultan Ahmad Moschee war erst einige Tage zuvor Opfer eines rassistischen Übergriffs geworden.

 

Der Sprecher des Rates, Ahmad Aweimer, betonte in seiner Rede, wie wichtig der Zusammenhalt verschiedener Religionen sei, wenn es um Hass und Krieg geht. „Wir dürfen uns nicht spalten lassen.“ Frieden brauche Gerechtigkeit und Freiheit, der Frieden brauche aber auch Menschen, die sich unermüdlich für ihn einsetzen. Daran würden Muslime tagtäglich in jedem der fünf Gebete erinnert.

 

Der Imam der Gemeinde richtete sich von der Kanzel aus an die Gemeinde: „Zusammen mit der Weltgemeinschaft zeigen wir unsere Solidarität mit den Opfern. Das zentrale Recht im Islam ist das Recht auf Leben“.

 

Die Bürgermeisterin erinnerte in ihrem Grußwort daran, dass an eben dem Tag, dem 4. März, in den christlichen Kirchen weltweit der Welttag des Gebets sei. Gerade heute sei das gemeinsame Gebet für den Frieden sehr wichtig. Die Stadt freue sich sehr über die Initiative des Rates der muslimischen Gemeinden, sich im Rahmen eines Freitagsgebets dem Frieden für die Menschen in der Ukraine zu widmen. Dass dies über alle religiösen Grenzen hinweg gedacht und gemacht werde und auch andere Religionsgemeinschaften eingeladen seien, spreche für eine Stadtgesellschaft, die in schwierigen Zeiten zusammenhält.

 

Pfarrer Friedrich Stiller als Vertreter der Evangelischen Kirche und des Dialogkreises der Abrahamsreligionen verwies auf ein Jesus-Wort aus der Bibel: „Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ Dies sei ein Auftrag für alle Gläubigen. Der Frieden komme aber nicht von allein, Frieden stiften sei eine aktive Aufgabe. Der Dialog der Religionen, wie er in Dortmund seit Jahren gepflegt werde, sei ein praktischer und unverzichtbarer Beitrag zum Frieden. Der Dialogkreis werde an dem gemeinsamen Weg festhalten, dafür erbitte er Gottes Beistand. Die Anwesenden bekräftigten die Worte des Gastes mit einem Amen.

 

Amir Aletic von der bosnischen Gemeinde erinnerte die Anwesenden an den ersten Krieg auf Europäischen Boden nach dem zweiten Weltkrieg, als Bosnien und Herzegowina von Serbien 1992 angegriffen wurden.  Er meinte, 30 Jahre später hätten die Menschen wohl nichts daraus gelernt.

 

Ahmad Aweimer schloss die Veranstaltung mit den Worten: „Heute möchten wir unseren gemeinsamen Gott um Frieden anbeten.“ Der Hass und die Gewalt dürften nicht die Oberhand gewinnen. Heute eine Muslime, Christen und Juden in Dortmund der Wunsch, dass sich der Salam, Friede, Shalom durchsetzt.

 

 

(04. März 2022)

___________________________________________________Rabbiner Baruk Babaev hat Dortmund verlassen

Wehmütiger Abschied vom Dialogkreis der Religionen

 

Baruk Babaev, der Rabbiner der jüdischen Kultusgemeinde, hat Ende 2020 Dortmund verlassen. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden.

Der Dialogkreis der Abrahamsreligionen, das offizielle Gremium der Dialogbeauftragten der Religionsgemeinschaften in Dortmund, in dem der Rabbiner vier Jahre lang die Kultusgemeinde vertrat, bedauert den Abschied. Sein Sprecher, Pfarrer Friedrich Stiller, erklärte dazu, Babaev habe die mit dem Vorgänger entwickelte gute Zusammenarbeit bruchlos fortgesetzt, zugleich aber ein ganz eigenes Profil gezeigt. Gegenseitiges Vertrauen sei gewachsen und die Basis für vielfältige gemeinsame Projekte gewesen, wie zuletzt die interreligiöse Gebetsaktion zur Pandemie. Die  Mitglieder des Dialogkreises schätzten an Babaev seine theologische Gesprächsfähigkeit, aber auch seine Kreativität und nicht zuletzt einen feinen Humor. Auch der Dialogbeauftragte der Katholischen Stadtkirche, der stv. Stadtdechant Ansgar Schocke, und der Sprecher des Rates der Muslime in Dortmund, Ahmad Aweimer, drückten ihr Bedauern aus. Als Erinnerung wurde Babaev ein Fotoalbum mit Eindrücken aus den vier gemeinsamen Jahren überreicht.

Babaev seinerseits richtet zum Abschied ein Schreiben an die Mitglieder des interreligiösen Arbeitskreises. „Unsere Zusammenarbeit im Dialog hat mir nicht nur Spaß gemacht, sondern mich auch motiviert und inspiriert,“ betont der Rabbiner. „Ich kann mir Dortmund ohne den Dialog nicht vorstellen. Der Dialog gestaltet Dortmund mit und mit den Jahren haben sich schon eigene Traditionen verfestigt. Der Dialog der Religionen verbindet die Dortmunder Gläubigen und baut Brücken. Dabei werden auch wichtige Impulse den Mitmenschen gesendet, nicht zuletzt durch die ‚Dortmunder Selbstverpflichtung‘.

Ich finde auch, dass es der Dialog zu jeder Zeit geschafft hat, aktuell, aber auch attraktiv zu sein. Im Dialog konnten wir immer Themen und Anregungen offen besprechen und gemeinsam gute Lösungen finden. Für mich persönlich war der Dialog zu all dem noch ein wichtiger Sprachrohr um die Sorgen und Belange der jüdischen Bürger öffentlich kund zu tun.

Auch die Stadt schätzt den Beitrag des Dialogs für die Stadtgesellschaft und würdigt das mit dem Friedensgebet zur Eröffnung des Stadtfestes DortBunt.“

Der aus Kasachstan stammende Theologe wuchs in Leipzig auf, studierte Wirtschaftswissenschaften in Berlin und ließ sich dann in Israel zum Rabbiner ausbilden. 2013 übernahm er die Betreuung von neun kleinen Gemeinden in Westfalen, drei Jahre später wurde er Nachfolger von Avichai Apel als Dortmunder Gemeinderabbiner.

  

(f.s., Mai 2021)  

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Positive Bilanz

 

Vertreter der Abrahamsreligionen beenden Gebetsaktion zur Coronakrise (11.Mai 2020)

 

Eine positive Bilanz der interreligiösen Gebetsaktion LICHT DER HOFFNUNG zogen die

Vertreter der Abrahamsreligionen in Dortmund zum Abschluss. Beendet wird das Projekt, weil die religiösen Versammlungen der Religionsgemeinschaften wieder möglich sind.

Ein Video zum Abschluss enthält Segenswünsche der Religionen für den weiteren Weg durch die Krise hier.

Die Erklärung Abschluss finden Sie hier

 

 

 

 

 

Religionsvertreter

mit dem Oberbürgermeister bekennen sich zum Frieden der Religionen in Dortmund

 

Interreligiöses Friedensgebet beim Stadtfest DotrBUNT 2019


Toleranzkampagne

WIR ALLE SIND DORTMUND

Nach den Anschlägen von Paris begründeten die im Dialogkreis beteiligten Religionsgemeinschaften gemeinsam mit der Stadt Dortmund und dem Oberbürgermeister die Toleranzkampagne "Wir alle sind Dortmund".

Nähere Informationen dazu finden Sie unter www.wirallesind.dortmund.de

 

Mahnwache der Toleranzkampagne WIR ALLE SIND DORTMUND vor dem Dortmunder Rathaus mit dem Oberbürgermeister, dem Polizeipräsidenten und den leitenden Geistlichen der Religionen.